Konversion

Gewerbliche Entwicklung mit Augenmaß...

Die Gemeinde Eggebek sieht sich nach der Standortentscheidung des
Verteidigungsministeriums vom Mai 2003 in besonderer Verantwortung bei der
Bewältigung dieser Konversionsproblematik. Die notwendig werdende Umwandlung
von einem militärischen NATO-Geschwader in eine zivile, gewerbliche Nutzung
dieser speziellen Liegenschaften erfordert die konstruktive Zusammenarbeit aller
Beteiligten.
Dabei hat sich die Gemeinde Eggebek zum Ziel gesetzt, alles in ihrer Macht
stehende dafür zu tun, dass durch effizientes Vorgehen die negativen Folgen der
Standortentscheidung positiv aufgefangen werden können.
Die volle Rechtsnachfolge der ursprünglich von der Gemeindevertretung
beauftragten Konversionsträgergesellschaft TOWER Schleswig-Holstein GmbH wird
seit Anfang 2009 durch die Gewerbepark Carstensen GmbH – GPC –
wahrgenommen. So soll erreicht werden, dass durch die „vor Ort“ vorhandene
Motivation als neuer Besitzer der Flächen, Lösungen geschaffen und eine
betriebswirtschaftlich sinnvolle Vermarktung vorantreiben werden kann.
Alle schon vorhandenen und zukünftig noch auftauchenden Vermarktungsideen
können und sollen bei der GPC gebündelt und professionell verarbeitet werden.
Die Gemeindevertretung Eggebek stellt sich ihrer Planungsverantwortung und hat
gemeinsam mit der GPC Planungen und Ziele in einem komplexen
Flächennutzungsplan zusammen mit einem Zielabweichungsverfahren beschrieben
und näher definiert. Beide Verfahren befinden sich momentan in enger Abstimmung
mit dem Innenministerium/ Landesplanung in der Verwirklichung.
Diese grundsätzlichen Überlegungen der Landesplanung wurden von uns im Januar
2009 so akzeptiert, da wir zur Kenntnis genommen hatten, dass ein solcher
Kompromiss von der überwiegenden Mehrheit unserer Bevölkerung in Eggebek so
mitgetragen werden kann. Hierauf wollen wir aufbauen.
Nach unserer festen Überzeugung kann es eine gewerbliche Entwicklung hin zu
einem Energie- und Technologiepark mit nur einer Windkraftanlage auf dem großen
ehemaligen Flugplatzgelände geben, wenn sichergestellt ist, dass diese Anlage für
und im Sinne der Fachhochschule Flensburg als Forschungs- und
Entwicklungsanlage zur Verfügung gestellt wird. Entsprechende
Forschungseinrichtungen sollen ebenfalls im Bereich dieser Anlage angesiedelt
werden. Durch die Synergieeffekte, die durch die Forschung im Bereich der
erneuerbaren Energieformen möglich erscheinen, sollen neben den schon
vorhandenen noch mehr Unternehmen auf dem 67 ha großen Gewerbegebiet
angesiedelt werden.
Im übrigen müssen nach unserer Vorstellung grundsätzlich immer alle
Planungsschritte auf dem Konversionsgelände offen, ehrlich und inhaltlich
nachvollziehbar ablaufen.
Das Beispiel der Projektierung der ursprünglich „3 Windgiganten“ zeigte ein von
Anfang an unehrliches Umsetzen von landespolitischen Zielen, die aus einer großen
Druckkulisse der Windenergiebranche entstanden sind. Hier sollte unsere Gemeinde
eine sogenannte Testphase dieser gigantischen Anlagen über 20 Jahre und mehr
ertragen, nur damit die von REpower bei der Landespolitik eingeforderten Standorte
hätten entstehen können.
Eine solche Vorgehensweise „an den Bürgern vorbei“ war und ist für uns
vollkommen inakzeptabel!
Die Entstehung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen ist uns Allen sehr wichtig. Die
Betriebe, die sich bereits angesiedelt haben, sollen so schnell wie möglich
unbefristete Bau- und Nutzungsgenehmigungen erhalten können.
Danach können weitere unternehmerische Entscheidungen für den Standort
„Flugplatz Eggebek = Energie- und Technologiepark“ fallen, weil die gute
vorhandene Infrastruktur mit modernen, gut erhaltenen Hallen und Gebäuden, die
freizügigen Entfaltungsmöglichkeiten und die gute Erreichbarkeit des Platzes für sich
sprechen.
Wir, die Aktiven Bürger für Eggebek, setzen uns für sinnvolle Lösungen ein
und werden mit großer Anstrengungsbereitschaft die weitere Entwicklung auf
der Konversionsfläche mitverfolgen und mitgestalten.

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